Die nächsten Wochen im P1

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Das P1 Programm in den kommenden Wochen

Es gibt zwei gute Party-Tipps, die man nicht verpassen sollte. Das alte, neue Stüberl hat die Akzeptanz seiner Stammgäste erringen können und kommt mit immer originelleren Partys um die Ecke. Beides eigentlich keine Überraschung, aber dennoch erwähnenswert. WIr wollen auch nicht groß rumreden, sondern gleich mit den zwei Partytipps auf den Punkt kommen.

Chicks on Speed am Freitag, den 29. Januar 2010

Kiki Moorse, Melissa Logan und Alex Murray-Leslie sind ehemalige Münchener Kunststudentinnen, die sich 1994, gelangweilt vom drögen Pinselalltag an der Akademie, nach neuen Betätigungsfeldern umschauen. In der Seppi Bar organisieren sie unregelmäßig Parties, bei denen sie den Laden mit eigenen Transparenten oder sonstigem Schnickschnack schmücken und befreundete DJs für die akustischen Rahmenbedingungen engagieren. Von da an ist der Schritt zu Eigenkompositionen nur noch ein kleiner.

P1 ProgrammIn ihr Multimediaprojekt namens "The Box Set" packen sie Shirt, Aufkleber, Poster und ein Tape mit der Songcollage "I Wanna Be A DJ Baby", die in einer 3-Minuten-Live-Performance aufgeführt wird. Um lustige 7"-Singles unters Partyvolk schmeißen zu können, braucht man ein Label. Gesagt, getan: Anfang 1998 gründen die zugedröhnten Hühner das Label Go Records. Anschließend covern sie mit dem befreundeten DJ Hell den The Normal-Klassiker "Warm Leatherette". Die streng limitierte Single ist, wie auch die meisten der nachfolgenden 7"es (mit u.a. Gerhard Potuznik, Patrick Pulsinger, Goldenen Zitronen), längst zum begehrten Sammlerobjekt geworden.

Musikalisch hält sich die Band an Minimal-Electro, der sämtlichen Einflüssen fremder Genres inklusive Thrash Metal offen gegenüber steht. Adieu, Schubladendenken. Beeinflusst sehen sich die Chicks schließlich von so unterschiedlichen Interpreten wie Pan Sonic, Madonna, Nick Cave, Human League, Boy George, Sonic Youth oder Anthrax. Für die drei Mädels gehören Plattenaufnahmen und Covergestaltung genauso zum Gesamtkonzept Kunst wie ihre Ausstellungen. 1999 lässt man es sich, terminlich durch Auftrittsanfragen aus New York, London und Sidney bereits in leichter Bedrängnis, nicht nehmen, zu den Weimarer Kulturhauptstadttagen mit dem Projekt "Chicks TV" beizutragen. Zu sehen gibt es in Eigenregie gedrehte Filmchen, außerdem Ausschnitte von Gigs und Parties.

Künstlerisch tätig werden die Chicks 2001 u.a. für die Galerie "Media And Moving Art" in Rotterdam, auf der Fashion Week in Paris und, nach einem US-Tour-Einschub mit Peaches, auch auf einem Festival in Birmingham. Ihre trashigen Pop Art-Collagen für Textilien findet man bald darauf auf Titeln von Hip-Magazinen wie The Face und leicht abgeändert in Kollektionen renommierter Designer wieder (Dolce & Gabbana). 2002 verkriecht sich die Band auch mal wieder für eigene Album-Aufnahmen ins Studio. Heraus kommt zunächst nur die Vorabsingle "Fashion Rules", für deren Covergestaltung die Band keinen Geringeren als Modezar Karl Lagerfeld gewinnen kann.

Das dazu gehörige Album "99 Cents" erscheint jedoch erst ein Jahr später, zusammen mit der Peaches-Single-Kollaboration "We Don't Play Guitars". Zwischendrin sind Chicks On Speed mit ihren Installationen und Collagen weiterhin gern gesehene Gäste und Teilnehmer diverser Modenschauen und müssen auch live in Australien ihre Frau stehen. Im Herbst 2003 ist es dann aber so weit: Nachdem gerade das zweite Peaches-Album "Fatherfucker" in den Feuilletons hochgejubelt wird, schicken sich die Chicks an, mit "99 Cents" wieder die Herrschaft der arty Selfmade-Trash-Kultur an sich zu reißen. Schon ein Jahr später erblickt "Press The Spacebar" als Kind einer Kollaboration mit den spanischen The No Heads das Licht der Welt.

Im Sommer 2006 bekommt dem selbsterklärten Kunstprojekt eine besondere Ehre zu Teil, sie dürfen das Museum of Modern Art in New York rocken. Bevor man sich an ein neues Albumprojekt heran wagt, konzipiert Alex Murray-Leslie ein Dreifach-Album, das eine Geschichte der Frauen in der alternativen Musik kompiliert. Die aufwändige Sammlung mit anspruchsvollem Artwork erscheint im selben Jahr und beinhaltet Künstler wie Le Tigre, Peaches und Björk.

Bevor ein weiteres Album erscheint, wartet 2008 ein neuer Chix-Slogan auf die subversionsgeschulte Fangemeinde: "Art Rules!", ein als Soundtrack einer Kampagne gedachtes neues Werk, dem die gleichnamige Maxi inklusive Christopher Just-Mix voraus geht. Das Statement gegen den 2007er Kunst-Trash von Kassel, Venedig und Basel entstand in einem Hotelzimmer in New York, unmittelbar nach einer Performance im MoMA. "Art Rules!"-Auftritte gab es bereits in Paris (Centre Pompidou), New York (MoMA) sowie in Madrid und Wien, Museen in Kyoto und Tokyo sind interessiert. Das Museum als Gefechtsschauplatz - die Chicks bleiben in Bewegung.

Sander Kleinenberg (P1 Club ores. by. Taste) am Freitag, den 12. Februar 2010

Kleinenberg nutz diverse Medien, um sein außergewöhnliches musikalisches Spektrum zu entfalten. Seine Sets kreieren einen neuen Standard. Er verbindet musikalisches Können mit visuellem Input. Sein DVDJ-Set ist einzigartig in den weltweiten Clublandschaften. Mithilfe diverser Plasma-Bildflächen und dem eigens von ihm mit-konzipierten SVM-1000 Audio-Visual-Mixer intergriert er Bild und Ton in sein großes 1-Man-Club-Sound&Vision-Konzept. Willkommen in der nächsten Dimension des DJing – die ultimative kreative allround Stimulation!

Sander Kleinenberg hat bereits zahlreiche internationale Karriere-Stationen durchlaufen. Er begann mit Sets in örtlichen Bars; seit 1996 arbeitet er als Produzent für zahlreiche andere Künstler. Seine Sounds finden sich seitdem auf Compilations und in Sets von Sasha, Deep Dish oder Max Graham. Mit “My Lexicon” und “Sacred” bot er Trance, “The Fruit” und “Work To Do” zeigen seine musikalische Variabilität mit Funk geprägtem House. Remixes lieferte er für namhafte Größen wie Madonne, Nerd, Janet Jackson, Justin Timberlake oder Mylo. Sein Weg führte von der Residency in der Ministry of Sound in London bis zum regelmäßigen Gig im Avalon in Los Angeles oder dem Pacha New York. Klar, dass die wichtigen Events wie das Creamfields, Global Gatherings oder Glastonbury den Headliner bereits verpflichteten. Sein letzter Erfolgsschlag ist die Residency 2008 im Pacha auf Ibiza an den furiosen, freitäglichen “Pure” Nächten. Zuvor bespielte er dort seine eigene Clubnacht “Everybody” und außerdem über viele Jahre seine wunderbaren, sonntäglichen Morgensets im legendären Space.

Das neue Compilation-Album auf Ultra “This is Sander Kleinenberg 2” ist von Erfolg gekrönt und sein Label “Little Mountain” läuft ausnehmend gut. Sander Kleinenberg setzt nach einer 20-jährigen Entwicklungs-Reise im Musikbizz einzigartige, neue Standards - musikalisch und visuell!

 

Die Regulars und Events findet Ihr wie immer in unserem Münchener Partykalender.

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