Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

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Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran von Éric-Emmanuel Schmitt

Die Geschichte wird rückwirkend von dem Ich-Erzähler Momo (Kurzform von Mohammed), der eigentlich Moise heißt und aus einer jüdischen Familie stammt, erzählt. Er lebt bei seinem Vater, einem Rechtsanwalt, der sich ihm gegenüber sehr kühl und abweisend verhält.

Seine Mutter hat die Familie nach seiner Geburt verlassen, daher sucht er im Alter von ca. 11 Jahren Verständnis und Zuwendung bei den Dirnen des Stadtviertels. Als väterliche Bezugsperson tritt nun Monsieur Ibrahim in sein Leben und lehrt ihn was es bedeutet ein Moslem zu sein in einer jüdischen Umgebung. Dies heißt, dass man jeden Tag, auch am Sonntag von früh bis spät abends im Lebensmittelgeschäft steht.

Da sein Vater Selbstmord begeht adoptiert ihn Monsieur Ibrahim. Von nun an nennt er sich Momo. Mit 16 macht er zusammen mit Monsieur Ibrahim eine Reise in dessen Heimat, die Türkei. Auf dieser Reise verunglückt M. Ibrahim tödlich und hat vorausahnend in seinem Testament Momo als seinen Erben eingesetzt. Er und seine Mutter nehmen jetzt wieder Kontakt zueinander auf, jedoch in einer Art Versteckspiel, wobei er versucht sich unter seinem neuen Namen Momo zu verstecken. Seine Mutter geht zum Schein auf dieses Spiel ein und so können alle ihr Gesicht wahren.

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ist eine sehr philosophische Geschichte, die ebenso traurig wie humorvoll ist. Ein absoluter Lesegenuss.

Éric-Emmanuel Schmitt

Éric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyon schrieb bereits mit 16 Jahren sein erstes Theaterstück. Mit 20 gelingt es ihm in die Pariser Eliteuniversität ENS aufgenommen zu werden, die er mit einer Doktorarbeit in Philosophie beendet. Daraufhin wird er Lehrer an einem Gymnasium in Cherbourg, danach Professor an der Universität von Chambery. Veröffentlicht wurde das Werk durch den Ammann-Verlag.

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